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Eine Infektion mit Listerien ist häufig. Eine Listeriose allerdings eher selten. Was das ist und was es mit Käse zu tun hat? Käse kann einer der Überträger von Listerien sein. Und immer wieder gibt es Schlagzeilen in der Presse die von "Killer-Käse" berichten. Hier erhalten Sie Informationen zu Listerien, Listeriose, Auswirkungen und wichtigen Vorsichtsmaßnahmen:
1. Was sind Listerien? Listerien sind grampositive (Klassifizierung nach einem Färbeverfahren) Stäbchenbakterien aus der Umwelt. Es lassen sich mehrere Arten unterscheiden, von denen - mit wenigen Ausnahmen - nur Listeria monocytogenes den Menschen gefährlich werden kann. Listerien sind in der Erde heimisch und überleben auch unter unwirtlichen Bedingungen, sind jedoch anfällig gegen UV-Licht. Auf feuchten, abgestorbenen Pflanzen halten und vermehren sie sich genauso wie in verdorbenem Silofutter. Listerien sind auch auf vielen lebenden Pflanzen die mit Erde behaftet sind zu finden. So trifft man diese Bakterien häufig auf Salaten, Kohl und vielen anderen Gemüsearten, sowie auf Pilzen an. Die weit überwiegende Zahl gehört aber zu den nicht krankmachenden (apathogenen) Arten. 2. Listerien in Käse (und anderen Lebensmitteln) Tiere nehmen Listerien auf und beherbergen sie in ihrem Darm, von wo sie wieder in die Umwelt gelangen. So können auch tierische Produkte wie Milch und Fleisch kontaminiert werden. Diese Kontamination kann während verschiedener Phasen der Gewinnung und Bearbeitung von Lebensmitteln geschehen. So können Rohmilch und rohes Fleisch beim Melken oder Schlachten leicht kontaminiert werden. Daher ist nicht auszuschließen, dass bei Käse, der aus Rohmilch hergestellt wird, eine Kontamination der Ausgangsmilch die Ursache für das Vorkommen von Listerien im Endprodukt ist. Käse, der aus wärmebehandelter (pasteurisierter) Milch hergestellt wird ist bei ordnungsgemäßem Pasteurisieren frei von Listerien.
| 3. Listeriose Werden mit der Nahrung lebende
Bakterien aufgenommen, so können bei einer entsprechend hohen Keimzahl
einige die Barriere der Magensäure überwinden und in den Darm gelangen.
In Einzelfällen können lokale Entzündungen auftreten, die mit Durchfall
einhergehen (Enteritis), falls man mit der Nahrung gefährliche Stämme
der Art Listeria monocytogenes aufgenommen hat. Solche Bakterien sind
ebenfalls auch in der Lage ins Blut und danach in verschiedene Organe zu
gelangen. Schwangere Frauen haben ein erhöhtes Risiko, eine spürbare Listeriose zu entwickeln. Allerdings ist der Krankheitsverlauf nicht so schwer wie in den o.g. Fällen. Meist äußert sich diese Infektion mit Fieber, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit und/oder Kopfschmerz. Diese Symptome ähneln einem grippalen Infekt bzw. einer Harnwegsinfektion. Charakteristische Hinweise für eine Listeriose und eine Abgrenzung zur Grippe bzw. anderen Infektionen sind nicht auszumachen. Daher ist bei Schwangeren die Untersuchung nach einer Bakterieninfektion zu empfehlen. Während die Gefahr für die Mutter nicht so hoch ist, ist der Fötus und seine Entwicklung jedoch stark bedroht! In der oft nur kurz andauernden fieberhaften Periode bei der Mutter können die Listerien (im Gegensatz zu den allermeisten anderen Bakterien) über die Plazenta in den Fötus gelangen. Es entwickelt sich eine lokale Infektion der Plazenta (Placentitis). Die Keime gelangen dann von der Placenta zum Fötus. Das Kind hat in diesem Entwicklungsstadium im Mutterleib noch keine angemessenen Abwehrmechanismen. Die Folgen: Je nach Dauer der Schwangerschaft kann es zum Abort oder zu mehr oder weniger starken Infekten verschiedener Organe (Haut, Hirn, Leber, Lunge) des Fötus kommen, es wird tot geboren oder trägt Zeichen von Infektionen (diese Kinder haben nur geringe Überlebenschancen). Auch während des Geburtsvorgangs besteht noch
die Gefahr einer Schmierinfektion, wenn Listerien im Kot oder der Vagina
der Mutter vorhanden sind. Diese Infektionen verlaufen aber meist - bei
gesunder Ausgangslage des Babys - gutartiger.
4. Vorbeugung und Schutzmaßnahmen
alle Angaben ohne Gewähr!
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